Im Berufsalltag der Arbeitsintegration begleiten wir Menschen in anspruchsvollen Situationen. Dabei geht es oft darum, komplexe Themen verständlich zu erklären, Ziele gemeinsam zu entwickeln und Gedanken zu strukturieren. Genau hier kann Visualisierung eine wertvolle Unterstützung sein.
An der fünften Ausgabe unserer Veranstaltungsreihe Know-how connect zeigte Sonja Schneiderbauer eindrücklich, dass dafür weder künstlerisches Talent noch aufwendige Hilfsmittel nötig sind. Mit einfachen Symbolen und wenigen Strichen lassen sich Inhalte sichtbar machen und Gespräche nachhaltig unterstützen.
Anstatt nur zuzuhören, griffen die Teilnehmenden schon nach kurzer Zeit selbst zum Stift.
Mit viel Leichtigkeit und Begeisterung führte Sonja Schneiderbauer Schritt für Schritt durch einfache Visualisierungstechniken und nahm allen die Scheu vor dem Zeichnen. Schnell wurde klar: Es geht nicht darum, schöne Bilder zu gestalten, sondern darum, Gedanken sichtbar zu machen und gemeinsame Verständigung zu fördern.
Visualisierung schafft Orientierung und erleichtert Gespräche. Bereits einfache Skizzen helfen dabei,
Gerade im Jobcoaching und in der Begleitung von Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen können Bilder eine wertvolle Ergänzung zur Sprache sein.
Der hohe Praxisbezug machte den Morgen besonders lebendig. Es wurde ausprobiert, diskutiert und gelacht. Viele Teilnehmende stellten fest, dass bereits wenige einfache Symbole ausreichen, um Gespräche klarer zu strukturieren und Inhalte besser verständlich zu machen.
Ein herzliches Dankeschön an Sonja Schneiderbauer für den inspirierenden Fachimpuls und ihre ansteckende Begeisterung. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, dass Visualisierung keine Frage von Talent ist, sondern ein Werkzeug, das jede und jeder mit etwas Übung erfolgreich einsetzen kann.
Know-how connect bietet Fachpersonen der Arbeitsintegration regelmässig praxisnahe Impulse, Raum für Austausch und die Möglichkeit, neue Methoden kennenzulernen.
Die nächste Veranstaltung findet am 16. September 2026 statt und widmet sich dem Thema KI. Weitere Informationen folgen in Kürze. Wir freuen uns bereits jetzt auf einen weiteren inspirierenden Austausch.
Ein Neuanfang beginnt selten mit einem grossen Schritt. Oft sind es viele kleine Entscheidungen, neue Begegnungen oder der Mut, etwas anders zu machen als bisher.
Für die Stiftung Stellennetz war 2025 ein Jahr des Aufbruchs. Neue Gesichter, neue Angebote und neue Perspektiven haben unsere Arbeit geprägt und gezeigt, wie wichtig Veränderung und Weiterentwicklung für eine lebendige Organisation sind.
Genau deshalb trägt unser neuer Jahresbericht den Titel «Neuanfang».
Im Mittelpunkt stehen Menschen, die neue Wege gehen und jene, die sie dabei begleiten. Unsere neue Geschäftsführerin Sandra Fickel spricht über ihren Start bei der Stiftung Stellennetz und ihre Vision für die Zukunft. Mitarbeitende geben Einblicke in die IV-Angebote und das neue ausgelegte Angebot Xplore. Andere öffnen die Türen zu Coaching- und Kursräumen und zeigen, wie Einzelcoachings, Gruppencoachings und der neue Co-Learning-Space Menschen auf ihrem Weg unterstützen.
Doch der Jahresbericht blickt nicht nur auf Angebote und Entwicklungen. Er erzählt von Veränderungen, von Chancen und von der Überzeugung, dass Neuanfänge gelingen können, wenn Menschen sich begegnen, unterstützen und gemeinsam wachsen.
Neben den Videobeiträgen erwarten Sie das Editorial unseres Stiftungsratspräsidenten Bernhard Egg sowie Zahlen, Daten und Fakten, die die Entwicklung und Wirkung der Stiftung Stellennetz im vergangenen Jahr sichtbar machen.
Wir laden Sie herzlich ein, unseren Jahresbericht 2025 zu entdecken und mit uns auf ein Jahr zurückzublicken, das geprägt war von Aufbruch, Entwicklung und vielen neuen Perspektiven.
👉 Hier geht es zum Jahresbericht 2025.
Seit einem Jahrzehnt begleitet sie Menschen mit viel Feingefühl und Fachwissen zurück in den Arbeitsmarkt. Ein Jubiläum, das wir zum Anlass nehmen, ihre Geschichte und ihr Wirken näher vorzustellen.
Manuelas Weg begann als Coiffeuse. Schon früh spürte sie jedoch, dass sie Menschen tiefer begleiten möchte. Über die Pflege, wo sie mit Kleinkindern mit Beeinträchtigungen arbeitete, fand sie schliesslich zur Sozialarbeit. An der Höheren Fachschule in Luzern legte sie das Fundament für ihre heutige Tätigkeit.
Ihre berufliche Reise führte sie von der Gassenarbeit in Zürich über Wohngruppen und Suchtberatung bis in die Arbeitsintegration. Besonders geprägt haben sie die Arbeit mit Jugendlichen und Menschen in herausfordernden Lebenssituationen. Beim Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt entwickelte sie ihre Stärke weiter: Menschen in ihrer Entwicklung gezielt zu unterstützen.
2016 folgte sie ihrer Intuition und kam zum Stellennetz, eine Entscheidung, die bis heute wirkt.
Manuela verbindet Erfahrung mit einer ausgeprägten Intuition. Sie erkennt Ressourcen, schafft Vertrauen und begleitet lösungsorientiert. Als Schnittstelle zwischen Teilnehmenden, Arbeitgebern und Institutionen bringt sie Menschen zusammen und öffnet Perspektiven.
Ihr Leitgedanke: Die Lösung steckt in jedem selbst und jeder darf allein entscheiden, wo der Weg hin geht.
Besonders wertvoll sind für sie die Momente, in denen Teilnehmende ihre Fortschritte erkennen und neue Zuversicht gewinnen.
Wir danken Manuela für ihr Engagement, ihre Haltung und zehn Jahre Einsatz für nachhaltige Integration!
Ein Rückblick auf die vierte Ausgabe unserer Veranstaltungsreihe
Wie gelingt es, im Berufsalltag leistungsfähig zu bleiben und gleichzeitig die eigene mentale Gesundheit im Blick zu behalten?
Diese Frage stand im Zentrum der vierten Ausgabe von «Know-how connect», unserer Veranstaltungsreihe für Fachpersonen aus dem Bereich der Arbeitsintegration.
Beim gemeinsamen Frühstück am 18. März erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in das Thema Workplace Wellbeing mit besonderem Fokus auf mentale Gesundheit, emotionale Balance und Effizienz im Berufsalltag.
Ein zentrales Element des Fachimpulses von Bianca Indino und Karin Meulman von AEQUILIBRIA, Expertinnen für mentale Gesundheit und Sozialberatung, war ein einfaches, aber eindrückliches Bild:
Unser Gehirn funktioniert wie ein Fass. Informationen sind das Wasser, das kontinuierlich hineinfließt. Bei den meisten ist der Pegel heute deutlich höher als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig fehlt im Alltag oft der nötige „Abfluss“, um Belastungen wieder zu reduzieren.
Die Folge ist, dass Stress häufig schleichend entsteht und erst wahrgenommen wird, wenn das Fass bereits sehr voll ist.
Die Referentinnen zeigten auf, wie Fachpersonen und Teams ihre mentale Gesundheit bewusst stärken, Belastungen frühzeitig erkennen und im Arbeitsalltag handlungsfähig bleiben können. Dies gilt auch in der Begleitung von Klient*innen.
Neben dem inhaltlichen Input war auch bei dieser Ausgabe der Austausch ein zentraler Bestandteil.
In offener Atmosphäre wurden Erfahrungen geteilt, Herausforderungen diskutiert und neue Perspektiven gewonnen. Gerade im Kontext der Arbeitsintegration wurde deutlich, wie wichtig es ist, nicht nur Klient*innen zu begleiten, sondern auch die eigene Balance im Blick zu behalten.
Die nächste Veranstaltung von «Know-how connect» findet am 24. Juni statt.
Das Thema wird in Kürze bekanntgegeben. Wir freuen uns bereits jetzt auf einen weiteren inspirierenden Austausch.
Hinter uns liegt ein Jahr, in dem wir viele Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt begleiten durften. Wir haben erlebt, wie Mut, Vertrauen und Zusammenarbeit neue Perspektiven eröffnen können und wie wertvoll es ist, wenn Menschen aneinander glauben.
Diese gemeinsamen Erfolge sind nur möglich, weil wir auf die Unterstützung unserer Partner in Gemeinden, Unternehmen und Sozialdienste zählen dürfen. Sie alle tragen dazu bei, dass Integration gelingt und Teilhabe zur Realität wird. Dafür sagen wir Danke. 🙏
In diesem Jahr haben wir unsere Weihnachtswünsche in einem kurzen Video festgehalten. Unser Team zeigt darin, was wir uns für das kommende Jahr wünschen, echt, herzlich und mit einem Lächeln. 🎥💫
Wir blicken mit Zuversicht nach vorn: auf neue Chancen, auf inspirierende Begegnungen und auf viele weitere Geschichten, die Mut machen.
Denn eines ist sicher, wirkliche Veränderung entsteht gemeinsam, mit Offenheit, Vertrauen und der Bereitschaft, an Potenziale zu glauben.
Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Start in ein neues Jahr voller Zuversicht, Gesundheit und schöner Begegnungen. 🎄✨
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Heute möchten wir euch anlässlich seines 10-jährigen Firmenjubiläums unseren Kollegen Aldo Scarpa vorstellen. Aldo ist unser Experte für Projektentwicklung, Gruppencoaching, innovative Integrationsprogramme und Organisationsentwicklung in der Privatwirtschaft wie in NPOs.
Ein Mann, der beweist, dass man auch nach zehn Jahren im Team noch für Überraschungen gut ist!
Als „Secondo» aus Chioggia (Metropolitanstadt Venedig) und in Zürichs Altstadt aufgewachsen (ja, ein echtes Dörfli-Kind), bringt Aldo Weltoffenheit und Bodenständigkeit zusammen.
Seine berufliche Laufbahn begann in der Elektrotechnik mit Tätigkeiten im Gewerbe und in der Industrie, wo er zuletzt in der Entwicklung elektronischer Schaltkreise tätig war, bevor er sich gleich anschliessend der Psychologie zuwandte. Ein lehrreicher Weg der beruflichen Findung für ihn, aus dem er auch seinen Erfahrungsschatz weitergeben kann. Man könnte sagen: Statt Stromkreisläufe «repariert» er heute Denkkreisläufe!
Nach seinem Studium der Arbeits- und Organisationspsychologie am IAP (heute Teil der ZHAW) sammelte er über 20 Jahre Erfahrung in der Arbeitsintegration, Outplacement-Beratung und Organisationsentwicklung.
Ob SVEB-Zertifikat, MAS in Personal- und Organisationsberatung oder zertifizierter Laufbahn- und Potenzialentfaltungscoach – Aldo liebt es, Neues zu lernen.
Geprägt hat ihn aber auch sein langjähriges Engagement in der Pfadibewegung Schweiz bis auf Bundesebene. Wo er die Schweizer Delegationen mit bis zu 2500 Teilnehmenden ins Ausland begleitet hat. Und wer 2500 Pfadfinder koordinieren kann, schreckt vor nichts zurück!
Sein Motto aus dieser Zeit: Es ist nie zu spät für eine gute Tat.
Seit 2015 ist Aldo eine tragende Säule des Stellennetz-Teams. Mit seiner bald 30-jährigen Erfahrung fand er hier den perfekten Rahmen, um seine Berufung zu leben.
Zu seinen Projekten gehören unter anderem:
Auch die Digitalisierung von Bildungs- und Gruppencoachings und die Einführung von KI-Technologien gehen massgeblich auf seine Innovationsfreude zurück.
Als Projektleiter, Kursleiter und Coach begleitet Aldo Menschen aus allen Hierarchiestufen, Kulturen und Altersgruppen zurück in den Arbeitsmarkt.
Er selbst beschreibt seine Haltung so:
«In meiner Arbeit blühe ich auf, wenn ich kreativ denken und unkonventionelle Lösungsansätze entwickeln kann. Risiken scheue ich nicht und Fehler betrachte ich als Wachstumschancen. Meine eigenen Umwege vom Elektromonteur zum Psychologen haben mir gezeigt: Jeder Weg hat seine Berechtigung.»
Menschen begegnet er offen, herzlich und direkt. Nachhaltigkeit, Ausdauer und ein Augenzwinkern gehören für ihn genauso dazu wie Kreativität und Struktur.
Wie können Fachpersonen Anzeichen einer Depression erkennen und wie lässt sich im Alltag der Arbeitsintegration professionell damit umgehen?
Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der dritten Ausgabe von «Know-how connect», unserer Veranstaltungsreihe für Fachpersonen aus dem Bereich der Arbeitsintegration.
Beim gemeinsamen Frühstück am 10. September 2025 erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke und praxisnahe Denkanstösse, die im Umgang mit psychischen Erkrankungen im beruflichen Kontext unterstützen.
Als Referent durften wir Ruedi Zaugg, dipl. Psychologe und eidg. anerkannter Psychotherapeut, begrüssen.
In seinem Vortrag beleuchtete er, wie vielfältig Depressionen auftreten können und warum sie im Alltag oft unerkannt bleiben. Besonders wichtig war dabei die Frage, wie Fachpersonen in der Arbeitsintegration aufmerksam bleiben und gleichzeitig eine klare, unterstützende Haltung einnehmen können.
Die Teilnehmenden erhielten konkrete Hinweise, worauf im Erstkontakt zu achten ist, wie eine vertrauensvolle Beziehung entsteht – und wo die Grenzen der eigenen Rolle liegen. Auch der Umgang mit Unsicherheit und die Bedeutung von Vernetzung mit Fachstellen waren zentrale Aspekte.
Neben dem inhaltlichen Input war auch diesmal der Austausch unter den Teilnehmenden ein tragendes Element.
In wertschätzender Atmosphäre konnten Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und Perspektiven erweitert werden. Viele nahmen Impulse mit, wie sie in herausfordernden Situationen handlungsfähig bleiben können, ohne dabei ihre eigene Belastungsgrenze zu überschreiten.
Die Reihe geht weiter: Am Mittwoch, 18. März 2026, 08:30 – 10:00 Uhr, findet die vierte Ausgabe von «Know-how connect» statt.
Das Thema wird noch bekanntgegeben, wir dürfen aber schon heute versprechen: Es wird erneut ein spannender, praxisnaher Einblick in ein zentrales Thema der Arbeitsintegration.
Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, melden Sie sich gerne für unseren Newsletter an.
Wie gelingt es Fachpersonen, empathisch und gleichzeitig gut bei sich zu bleiben? Diese Frage stand im Zentrum der zweiten Ausgabe von «Know-how connect», unserer Veranstaltungsreihe für Fachpersonen aus dem Bereich der Arbeitsintegration.
Beim gemeinsamen Frühstück am 25. Juni 2025 erhielten die Teilnehmenden wertvolle Impulse rund um das Thema „Abgrenzung und Achtsamkeit“ mit besonderem Fokus auf den herausfordernden Berufsalltag beratend Tätiger.
Ein Praxisimpuls, der an den Kern geht
Als Referent begrüssten wir Mathias Steffen, diplomierter Stress- und Resilienz-Coach von ZweiStunden mit langjähriger Führungserfahrung als Schulleiter. In seinem Input zeigte er auf, wie es gelingt, bewusst mit Belastungen umzugehen und warum Achtsamkeit nicht nur eine Methode, sondern vor allem eine Haltung ist. Den Abgrenzung bedeutet nicht, sich abzuschotten sondern sich bewusst mit sich selbst zu verbinden, um anderen professionell begegnen zu können.
Die Teilnehmenden erhielten Anregungen, wie sie ihre eigenen Grenzen besser wahrnehmen, kommunizieren und wahren können ohne den Kontakt zum Gegenüber zu verlieren. Auch die Frage, wie man im Spannungsfeld von Nähe und Verantwortung handlungsfähig bleibt, wurde besprochen.
Ein Raum für Austausch & Reflexion
Wie schon bei der ersten Ausgabe war auch diesmal der Austausch unter den Teilnehmenden ein zentrales Element. In entspannter Atmosphäre wurden Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und Perspektiven gewechselt. Das Setting ermöglichte es, in kurzer Zeit in die Tiefe zu gehen mit dem Gefühl, nicht allein vor den Herausforderungen zu stehen.
Nächste Ausgabe im September
Die dritte Veranstaltung von «Know-how connect» findet am Dienstag, 10. September 2025 statt. Wir freuen uns sehr, dann Ruedi Zaugg, dipl. Psychologe und eidg. anerkannter Psychotherapeut, begrüssen zu dürfen.
Er wird zum Thema «Depression erkennen und damit in der Arbeitsintegration umgehen» referieren, ein hochaktuelles Thema, das viele Fachpersonen beschäftigt.
Weitere Informationen folgen in Kürze. Wenn Sie informiert bleiben möchten, melden Sie sich gerne für unseren Newsletter an.
Nach 18 Jahren an der Spitze der Stiftung Stellennetz verabschieden wir unseren langjährigen Geschäftsführer Carlo Piffari in den wohlverdienten Ruhestand. Mit ihm geht eine Führungspersönlichkeit, die unsere Organisation über viele Jahre mit Herz, Haltung und Weitblick geprägt hat.
Danke, Carlo für 18 Jahre Engagement und Menschlichkeit
Seit 2007 war Carlo das stabile Fundament des Stellennetzes. Er überführte unsere Institution aus der Trägerschaft der Reformierten Landeskirche in eine eigenständige, gemeinnützige Stiftung. Mit seiner Handschrift entstanden neue Angebote wie STEP, casa+, das EsperLabor, Xplore für Jugendliche und unsere Deutschkurse. Gleichzeitig entwickelte er massgeblich unser Leitbild und trieb strategische Entwicklungen am heutigen Standort in der Binz voran.
Was Carlo dabei stets auszeichnete: Sein klarer Wertekompass, seine kooperative Haltung und sein feines Gespür für Menschen. Für ihn stand immer das Miteinander im Mittelpunkt – innerhalb des Teams, Teilnehmenden, Partnern und Auftraggebern.
Und es sind auch die kleinen Dinge, die in Erinnerung bleiben:
Seine kulinarische Leidenschaft, die Artischocken aus dem eigenen Garten, die sich im ganzen Haus verbreitet haben – und natürlich sein täglicher Arbeitsweg mit dem Velo, bei jedem Wetter.
Lieber Carlo, danke für deine Weitsicht, dein Vertrauen und deine offene Art. Wir wünschen dir von Herzen einen lebendigen, genussvollen Ruhestand – mit Zeit für Garten, Kulinarik und neue Wege.
Zum 1. Juni 2025 hat Sandra Fickel die Geschäftsführung der Stiftung Stellennetz übernommen. Mit ihr gewinnen wir eine engagierte, versierte Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung im Bildungs- und Non-Profit-Bereich – und mit tiefem Verständnis für berufliche und soziale Integration.
Sandra Fickel steht für eine Führung, die strategischen Weitblick mit starker Teamorientierung verbindet. Sie bringt Expertise in der Organisationsentwicklung mit, hat viele Jahre Bildungs- und Sozialunternehmen geleitet und kennt die Perspektive unserer Auftraggeber ebenso wie die Bedarfe unserer Teilnehmenden. Besonders wichtig ist ihr die partnerschaftliche Zusammenarbeit – intern wie extern. Denn nachhaltige Integration gelingt nur gemeinsam.
Was bedeutet das konkret?
Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Sandra Fickel – und auf ein neues Kapitel im Stellennetz.
Sandra Fickel bringt langjährige Erfahrung als Geschäftsführerin und in der Geschäftsbereichsleitung im Bildungs- und Sozialbereich sowie in der Arbeitsintegration mit. Zuletzt war sie bei der VEBO Genossenschaft in Oensingen als Geschäftsbereichsleiterin Berufliche Integration und Mitglied der Geschäftsleitung verantwortlich für ein breit aufgestelltes Angebot an Ausbildungen in über 20 Berufsfeldern, Integrations-, Abklärungs- und Trainingsmassnahmen sowie Job Coaching und Supported Education für mehr als 200 Lernende und Versicherte. Als Leistungserbringerin im Auftrag verschiedener IV-Stellen und weiterer Zuweisender sammelte sie umfangreiche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Auftraggebern und engagierte sich aktiv in der institutionsübergreifenden Vernetzung. Zuvor war sie für den Kaufmännischen Verband in der Höheren Berufsbildung und für ein führendes Verlagsunternehmen im Aufbau flexibler Weiterbildungsformate im Fernunterricht tätig.
Sandra Fickel hat an der Universität Passau Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit dem Titel Diplom-Kulturwirtin (Univ.) abgeschlossen. Ihre Schwerpunkte lagen auf dem anglo-amerikanischen Kulturraum sowie auf Betriebs- und Volkswirtschaft.
Wir sind überzeugt, dass sie mit ihrer Expertise, Offenheit und ihrem strategischen Gespür neue Impulse setzen wird und gemeinsam mit dem gesamten Stellennetz die Zukunft erfolgreich gestaltet.
Ein nasskalter Abend in Zürich. Während viele von uns den Feierabend in warmen vier Wänden geniessen, stehen andere Menschen in der Kälte, um das Nötigste zu bekommen: eine warme Mahlzeit, ein Lächeln, einen Moment der Menschlichkeit.
Für uns war dieser Abend Anfang Mai nicht nur ein Einsatz im Rahmen gesellschaftlicher Verantwortung, sondern auch eine persönliche Reise. Gemeinsam mit dem Verein Incontro halfen wir, Mahlzeiten an bedürftige Menschen zu verteilen – und erfuhren dabei, wie tief ein scheinbar kleiner Beitrag wirken kann.
Der Verein Incontro engagiert sich seit vielen Jahren für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Jeden Abend – an 365 Tagen im Jahr – verteilt das Team warme Speisen, Getränke, Obst und Brot an 200–250 Menschen entlang der Zürcher Europaallee.
Das Besondere: Hier geht es nicht nur um Essen. Es geht um Würde. Um das Gefühl, gesehen und respektiert zu werden – ohne Bedingungen, ohne Vorbehalte.
An diesem Abend standen wir als Freiwillige an einzelnen Stationen: für Brot, Obst, Getränke und warme Mahlzeiten. Jede*r von uns hatte so die Möglichkeit für individuelle, direkte Begegnungen.
Die Witterung war unangenehm – kalt, nass, windig. Doch was uns mehr berührte als das Wetter, waren die Geschichten, die in kurzen Begegnungen sichtbar wurden.
Ein Moment, der mir besonders in Erinnerung blieb: Ein Mann fragte nach einem Hefezopf. Ich musste ihm sagen, dass keiner mehr da sei, und bot ihm eine Alternative an. Er lächelte traurig, zeigte auf seine wenigen vorhandenen Zähne – vier insgesamt – und sagte nur: „Das kann ich nicht mehr kauen.“
Dieser einfache Satz und der Anblick traf mich tief – eine Erinnerung daran, wie viele Bedürfnisse im Verborgenen liegen, über die wir im Alltag selten nachdenken.
Die folgenden Rückmeldungen aus unserem Team sprechen für sich:
„Es war unglaublich zu sehen, wie dankbar die Menschen für eine warme Mahlzeit und ein paar freundliche Worte waren. Begegnungen, die mich zutiefst berührt haben. Die eigenen kleinen Probleme treten in den Hintergrund. Ich habe grössten Respekt vor dieser täglichen Arbeit.“
„Die Schlange war lang. Einige suchten das Gespräch, andere nahmen ihr Essen still entgegen. Kein Blick, kein Wort war selbstverständlich – und doch hatte jede Begegnung Bedeutung. Ich habe gelernt, wie wertvoll es ist, einfach präsent zu sein.“
„Ich war überrascht von der Vielfalt der Menschen, denen wir begegneten. Ihre Dankbarkeit hat mich tief bewegt. Besonders beeindruckt hat mich, dass jede:r ohne Bedingungen versorgt wurde – das wahrt Würde. Diese Erfahrung wird mich noch lange begleiten.“
Diese Stunden waren nicht nur ein Geben – sie waren auch ein Empfangen. Von Offenheit, von Dankbarkeit, von neuer Perspektive. Und als Team sind wir durch diese Erfahrung näher zusammengerückt.
Unsere Erfahrung mit Incontro war mehr als ein Teamevent. Sie hat uns gezeigt, wie viel es bewirken kann, den Blick zu weiten und aktiv Teil einer solidarischen Gesellschaft zu sein. Es braucht keine aufwändige Planung – manchmal reichen ein paar Stunden Zeit, um etwas in Bewegung zu setzen.
Wir möchten andere Unternehmen ermutigen:
Organisationen wie der Verein Incontro oder viele andere lokale Initiativen freuen sich über jede helfende Hand. Informieren Sie sich über:
Ein Abend im Dienst der Gemeinschaft kann mehr geben, als Sie erwarten – und noch lange nachwirken.